HAUS DER PATRIOTISCHEN GESELLSCHAFT

Sanierung im Denkmal: Fassade, Fenster, Dachterrasse

Das 1847 eingeweihte Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765 repräsentiert über 170 Jahre zeit-, kultur- und damit auch baugeschichtlicher Entwicklung. Der Bau wurde bewusst mit Sichtmauerwerk geplant und bereits 1923 unter Denkmalschutz gestellt. Trotzdem erfuhr das Gebäude Veränderungen. Dazu gehörten weitere Stockwerke, die über die neu zugelassene Methode der Aufstockung in den Jahren 1924-25 realisiert wurden. Deren Konstruktion erfolgte wie in den Kontorhäusern aus Stahlbeton mit frei unterteilbaren Büroflächen. Auch der Innenbereich wurde über die Jahrzehnte mehrfach umgestaltet. Zum Beispiel wurde 1924 ein Paternoster eingebaut. Nach der Zerstörung 1943 im 2. Weltkrieg folgte der schrittweise Wiederaufbau bis 1957. Ab den 1970ern wurden in mehreren Phasen denkmalpflegerische und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, unter anderem an Keller, Dach, oberster Dachterrasse, Nordfassade und Eingangstüren. Auch die Raumgestaltung wurde überarbeitet und damit die bauliche Schicht der Nachkriegsmoderne freigelegt.

Anlass für die Baumaßnahmen im Jahr 2026 war ein Wasserschaden, der 2024 in den vermieteten Büros des 4.OG auftrat. 2025 untersuchte GSPart als Sachverständigenbüro im Auftrag der Patriotischen Gesellschaft die Nordwestfassade. Im Fokus lagen die Schlagregendichtigkeit der Klinkerfassade (Untersuchung mittels Franke-Platte), die Begutachtung der Klinker, Mauerfugen und Fenster (mittels Stranggerüst) und der Zustand der Dachterrasse im 5. OG, an der massive Durchfeuchtungen festgestellt wurden.

Die von GSPart geplanten Sanierungsmaßnahmen umfassen die Nordwestfassade ohne den Reimarus-Saal mit einer Fläche von ca. 658 m². Es werden schadhafte Klinkersteine einzeln ersetzt, die Fugen saniert und – wo erforderlich – Fenster ausgetauscht und Fensterstürze saniert. Die Dachterrasse im 5. OG erhält eine neue Abdichtung inklusive Dämmung und die Fallrohre der Dachentwässerung werden erneuert.

Zu den weiteren Aufgaben von GSPart gehört die Unterstützung bei der Beschaffung von Fördermitteln, bei der Ausschreibung und Mitwirkung bei der Vergabe. Im Mai 2026 erfolgte die Stellung des Fassadengerüsts und Abstimmungen mit der Denkmalpflege zur Bemusterung der Ziegelsteine und Fugen. Die Arbeiten an den Fenstern werden im Verlauf der Baumaßnahme mit der Denkmalpflege abgestimmt. Die Arbeiten beginnen im Juni 2026. Bei der Erneuerung der Fernwärmeheizung begleitet GSPart zudem den Fördermittelantrag.

  • Kategorie: Denkmalsanierung
  • Auftraggeber: Patriotische Gesellschaft von 1765
  • Standort: Trostbrücke 4-6, 20457 Hamburg
  • Erbaut: 1844-47
  • Fassadenfläche in der Sanierung: ca. 658 m²
  • Fertigstellung: voraussichtlich Ende 2026
  • Herausforderung: Denkmalschutz: Kleinteilige Sanierung der Schäden, Erhalt von möglichst viel der originalen Bausubstanz, bauzeitliche Materialien

GSPart in den Medien:
SAT1 Hamburg Regional berichtet über den Start der Maßnahme

Rotes Backsteingebäude mit Baugerüst
Jan Sprengel erläuterte das Vorgehen bei der Baumaßnahme.

NDR Hamburg Journal berichtet über den Start der Maßnahme

Bild von NDR-Nachrichtenbeitrag

Hintergrundinformationen Denkmalschutz für die Presse
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